Tod und Gesundheit auf einem Portal
von Felicitas Graf
Das Internetportal zum Thema Tod und Sterben mortalino.ch kooperiert mit der GesundheitsSprechstunde.
Im April ging das Portal zum Thema Tod und Sterben www.mortalino.ch aufs Netz. Die Seite bietet im Todesfall eines Verwandten oder Bekannten Unterstützung: Einerseits ist sie ein Ratgeber, wie im Todesfall einer nahestehenden Person vorzugehen ist, mit einer Checkliste und den Links zu wichtigen Adressen. Daneben ist die Seite ein Informationsportal rund ums Sterben mit einem Diskussionsforum, Beiträgen aus Literatur und Medien zum Thema und Links zu diversen Chat-Foren und Online Seelsorge.
CEO von Mortalino AG, der Firma hinter mortalino.ch, ist Michael Federspiel. Federspiel übt diese Tätigkeit nebenberuflich aus, hauptberuflich arbeitet er bei Venturix, das Start-up-Portal für Startup-Unternehmen. Federspiel ist sehr zufrieden mit dem bisherigen Erfolg von mortalino.ch: "Wir bekommen viele E-Mails mit konkreten Anfragen, das Gästebuch ist gut besucht, und auch die Resonanz in der Presse ist gross." Finanziert wird die Seite einerseits durch Sponsoring und Bannerwerbung, daneben durch Kommissionen auf den auf der Seite angebotenen Blumen und Kondolenzkarten. Haupteinnahmequelle ist das Dienstleistungsverzeichnis. Für einen jährlichen Beitrag können sich Dienstleister mit ihrem Angebot auf der Seite eintragen lassen. So soll der Bereich "schwarze Seiten" als Pendant zu den Gelben Seiten auch weiter ausgebaut werden.
Nun sind mortalino.ch und ges.ch, das Gesundheitsportal der Fernsehsendung GesundheitsSprechstunde, eine Kooperation eingegangen. Unter dem Titel "Focus Todesfall" werden auf ges.ch neben Infos zur Gesundheit auch solche zum Sterben gegeben. "Ges.ch bietet eine Zusammenfassung unserer Seite. Weiterführende, vertiefende Informationen und Links können dann auf mortalino.ch gefunden werden", erklärt Federspiel. "Damit profitieren beide Seiten. Ges.ch übernimmt unseren Inhalt, und wir ziehen Nutzen aus der Bekanntheit des wohl wichtigsten Portals zum Thema Gesundheit." Weitere Partnerschaften sind geplant. Zum einen im Bereich Vorsorge, zum andern werden zur Zeit Kooperationsgespräche mit einer grösseren Online Rechtsberatung geführt, wie Federspiel verrät.
Netwoche 20-6-2001
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