Verstorbenen ein würdevolles Zeichen setzen - Individuelle Grabmale sind noch immer eine Seltenheit
Heute, an Allerheiligen, nehmen viele Menschen den Gang zum Friedhof auf sich. Das Bild der Zürcher Friedhöfe erscheint eher eintönig - obwohl die Hinterbliebenen bei der Gestaltung von Grabmälern inzwischen viele Freiheiten haben. [mehr...]
Jean Ziegler und das Gold der Toten
Beklemmende Fragen - unwissenschaftliche Antwort [mehr...]
Der Tod ist ein Problem der Lebenden - Vom Wandel der Begräbnisriten
Ich hob den tönernen Deckel, mein Bruder kippte die weisse Asche vom
Körper unserer Mutter in den See. Sie verschwand sehr schnell, einen Augenblick
schwebte ein kleines Wölkchen noch in den Wellen. Dann beugte ich mich
über den Rand des Bootes, liess die leere Urne mit Wasser voll laufen und
liess sie los. Ich legte Röschen und Astern aufs Wasser. Ein paar Schwäne
paddelten Futter heischend sehr nah ans Boot, und hinter uns fuhr ein Schiff
voller Ausflügler vorbei. [mehr...]
«Ich sehe deine Tränen». Trauerriten und Tröstungspotenziale
in den monotheistischen Religionen
Jede Religion muss sich den Fragen nach Krankheit und Schmerz, Sterben und Tod,
Verlust und Trauer stellen. Der Tod als unausweichliche Erfahrung im menschlichen
Leben, die gleichzeitig in ein tiefes Geheimnis gehüllt ist, hat in allen
Epochen der Geschichte die menschliche Einbildungskraft angeregt und ein gesellschaftlich
konstruiertes symbolisch-sinnhaftes Wissen um den Tod herausgebildet. [mehr...]
Von der Lebenskraft des Trauerns. Individuelle Aspekte und Aufgaben des
Abschiednehmens
Der Tod eines nahestehenden und geliebten Menschen bedeutet für die trauernden
Angehörigen fast immer die schwerste denkbare Lebenskrise. Der Verlust
erschüttert von Grund auf ihr Vertrauen ins Leben und macht ihnen die Abhängigkeit
vom Leben anderer bewusst. Vor allem die unmittelbar nahen Personen sind für
das Selbstbewusstsein und das körperliche wie seelische Wohlbefinden des
Menschen wichtig. [mehr...]
Jeder ist eine Welt für sich -Aufzeichnungen aus dem Leben HIV-Positiver
von Margret Mellert
Ist das Thema nicht eigentlich vom Tisch? Medienmässig zumindest auf
die Sparflamme geschoben? Grössere Berichte aus Afrika, ja. Aber von hier?
Statistische Meldungen hie und da: Weiterer Rückgang der Aids-Todesfälle,
längere Lebenserwartung, sinkende Anzahl Neuinfektionen. Mahnungen zur
Vorsicht trotzdem, Hinweise auf Präventionsaktionen - Nadelstiche bloss
ins Ruhekissender Öffentlichkeit. Und wer sich über die medizinische
Entwicklung auf dem Laufenden halten muss, wird im Internet bestens bedient.
[mehr...]
Was hat die Ökonomik mit Organspenden zu tun? - Bemerkungen zum schweizerischen
Transplantationsgesetz
In der Schweiz besteht eine grosse Bereitschaft zur Organspende. Trotzdem nimmt
sich die Zahl der tatsächlichen Spenden und Transplantationen bescheiden
aus. Die Ursache dieses Missverhältnisses liegt nach Meinung der Autoren
in den fehlenden Anreizstrukturen. Auch der neue Gesetzesentwurf erlaubt es -
aus angeblich ethischen Gründen - den Spendewilligen nicht, individuelle
Vorsorge zu treffen. Gerade ethische Überlegungen sprechen aber für
das Vorsorgeprinzip, dessen Anwendung eine effizientere und gerechtere Organzuteilung
ermöglichen würde. [mehr...]
Der Tod des Anderen als anderer Tod - Michael Mayers «Totenwache»
Die abendländische Todesphilosophie, gemeinhin als Glanzstück der Philosophiegeschichte gefeiert, ist nach der These, vorsichtiger: dem «Thesenexperiment» Michael Mayers durch «ein weitreichendes, mächtiges und uraltes Vorurteil, vielleicht zweitausendjähriges Vorurteil, eine Verengung des Fragesinns gleichsam» gekennzeichnet: die «Restriktion der Frage nach dem Tod auf meinen Tod (. . .), die Priorität meines Todes vor dem Tod-des-Anderen. [mehr...]